Ampefy

Ihr Aufenthalt in Ampefy

Am See von Itasy liegt die kleine Burg Ampefy. Wer Relaxen, Ruhe und frische Luft abseits von überfüllten Stränden bevorzugt, findet dies in der Region von Itasy in einer eingenisteten Oase des Friedens. Ampefy steckt voller Wunder und Geheimnisse.

Ampefy liegt etwa 120 km westlich von Antananarivo. Unterwegs kann man die vulkanische und hügelige Landschaft bewundern, die von den üblichen Bildern Madagaskars abweicht. Die Region von Itasy erstreckt sich auf einem vulkanischen Substrat, dessen Merkmale Dom, zerstreute Kraterseen und Flüsse mit schnellen Wasserfällen sind. Dank ihrer hohen Lage bietet Ampefy einen wunderschönen Panoramablick auf die umliegende vulkanische Landschaft. Neben dem Blick auf den Itasy See, kann man auch die zwei anderen vulkanischen Seen Antohomadinika und Andranoratsy bewundern. In der Gegend um die Kraterseen sind Moor- und Sumpfgebiete entstanden. Die Seen selbst sind ideale Orte für Angler und Wassersportler sowie geschaffen für einen Pirogenausflug.

Wegen seiner Fläche von ca. 3500 ha ist der See Itasy der drittgrößte See des Landes. Im Gegensatz zu den anderen kleinen Seen bietet dieser See aufgrund seiner Breite die optimale Möglichkeit eines Pirogenausflugs. Wortwörtlich hat das Wort Itasy eine evokative Bedeutung. Es lässt sich auf Deutsch mit „ Becken“ übersetzen. Der See liegt mitten in einem vulkanischen Gebiet des Zentralhochlandes auf einer Höhe von 1221 m und ist nur ca. 6.50 m tief. Er ist durch einen vulkanischen Ausbruch entstanden, als der Lavastrom das Tal abgeriegelt und das Wasser aufgefangen hatte. Das Seewasser selbst entstammt dem Fluss Lily, dessen Schönheit und außergewöhnliche Wasserfälle einstimmig von Touristen gelobt werden.

Das Seeufer ist ein privilegierter Lebensraum für eine beträchtliche Zahl von Wasservögeln des Zentralhochlandes. Der See bietet ein natürliches Wasserreservoir und ist den Einheimischen insofern hilfreich, als er die Wasserkultur, Landwirtschaft und vor allem den Tourismus fördert.

Um die Schönheit des Dorfes Ampefy zu bewundern, ist ein Spaziergang zu dem Wasserfall Lily ein Muss. Man erkundet zunächst in den vulkanischen Gebirgen die für das Zentralhochland typischen kleinen Dörfer mit ihren strohgedeckten Lehmhäusern. Unterwegs trifft man auf einheimische Bauern, die für ihre Großzügigkeit und ihr Lächeln bekannt sind.

Nach wenigen Minuten Spaziergang nimmt man ein Plätschern wahr, das immer stärker wird, je mehr man sich dem Lily Wasserfall nähert. Viel Wasser fällt aus einer Höhe von 23 m. Der Wasserfall liegt in einer schönen und herrlichen Landschaft mit üppiger grüner Vegetation. Im sauberen Wasser, das von den Bergen kommt, kann man einige Minuten baden. Auch wenn das Wasser warm ist, bleibt es frisch und rein. Bevor der Fluss in den Fall übergeht, durchfließt er vulkanische kahle Landschaft. Ein Kontrast dazu ergibt sich an manchen Stellen, wo er Reisfelder teilt, die von grünen Reispflanzen bedeckt sind oder nur aus ausgegrabenen braunen Feldern bestehen, die auf den nächsten Regen warten.

Der Lily Wasserfall ist von einer Legende umgeben. Er befindet sich in der Nähe des kleinen Dorfs Antafofo. Jedermann, sogar schon ein kleines Kind im Dorf, sind in der Lage, die Geschichte von Lily zu erzählen. Nach einer überlieferten Legende dieser Region käme der Name von einer Vazaha-Plantagenbesitzerfamilie, die vor 40 Jahren im Dorf Antafofo wohnte. Eines Tags sei ihre kleine Tochter Lily verschwunden. Die Dorfbewohner vermuteten, dass sie vom Wasserfall mitgenommen worden war, nachdem sie überall in der Nähe des Wasserfalls vergeblich nach ihr gesucht hatten. Nach diesem Unfall hatten sie darüber entschieden, den Wasserfall sowie den Fluss nach ihr zu benennen.

Außer dem Lily Wasserfall können Sie auch während Ihres Aufenthaltes in Itasy das vom Geysir von Analavory angebotene Spektakel genießen. Den 20 km von Itasy entfernten Geysir kann man zu Fuß oder mit einem Mountaibike erreichen. Mehrere heiße Quellen stoßen in bestimmten Abständen Wasser aus. Die Wasserquantität eines einzigen Ausbruchs können nur einige Deziliter sein. Dieses Phänomen wird von dem Kontakt des Wassers mit den vulkanischen Steinen verursacht, die immer heiß bleiben. Ist die Wassertemperatur sehr hoch, steigt der Wasserstand und das Wasser wird ausgestoßen. Der durch das kochende Wasser entstandene Dampf vereinfacht den Ausstoß von Wasser. Die Ausstoßkraft und das Spektakel sind von der Tiefe abhängig, in der die Reaktion stattfindet. Im Laufe der Zeit hat das mineralienhaltige (Kieselerde, Schwefel) sprudelnde Wasser zu runden roten und kupferroten Verhärtungen geführt.

Wegen der Bodenfruchtbarkeit dieser vulkanischen Region liegen in der Umgebung von Ampefy einige von Eukalyptusbäumen umgebene Dörfer, wo große Ackerflächen mit Papaya- und Pflaumenbäumen, grünen Reisfeldern, usw. dominieren. Diese Gegend kann eine lange Liste von landwirtschaftlichen Produkten wie Tomaten, Tabak, Äpfel, Avocados, Maniok, Papayas und einigen Gartenprodukten aufweisen. Abgesehen von den Produkten der Landwirtschaft lebt die Gegend neben dem Tourismus von Fischfang. Ampefy ist ein bekannter Ort für Fischzucht, wo Tilapiafisch, Karpfen und Aale in den Seen und Sümpfen gezüchtet werden. Die dort gezüchteten Fische können bis zu vier Kilo wiegen und lassen sich gegrillt oder gebraten in den lokalen Restaurants bestellen.

Was die handwerkliche Arbeit angeht, hat Ampefy Handwerker, die an vulkanischen Steinen arbeiten. Auf Wunsch können sie daraus verschiedene Formen gestalten, u.a. sogar den eigenen Fußabdruck.

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