Botanische Reise im Land der Vielfalt
Eine botanische Reise in Madagaskar ist eine abwechslungsreiche Reise durch die verschiedenen Vegetationszonen Madagaskars. Der Inselkontinent Madagaskar beherbergt mindestens fünf großräumige Klimazonen. Reich von ca. 13 000 Arten erweist sich die große Insel als Pflanzenparadies unerschöpflicher Schätze. Jedes Jahr werden immer neue Arten entdeckt. Vergleichsweise weist Deutschland ca. 2500 Pflanzenarten auf.
Unter den 210 beheimateten Pflanzenfamilien sind 7 Familien für Madagaskar endemisch. Hinsichtlich des Artenreichtums ist die madagassische Flora durch einen hohen Endemismus gekennzeichnet. Über 80 % der madagassischen Pflanzenarten sind endemisch.
Die Familien der Orchideen mit über 1000 Arten, der Kaffeegewächse mit ca. 400 Arten und der Gräser mit ca. 300 Arten sind sonderlich artenreich. Besonders interessant ist weiterhin die Sukkulentenwelt Madagaskars. Die sechs endemische Baobabs, die Chalankoes, die Dickfußpflanzen der Gattung Pachypodium, die madagassischen Aloes, die
Wolfsmilchgewächse und die Armleuchtergewächse der endemischen Familie Didieraceae gedeihen in den trockenen Gebieten des Hochplateau, im Süden und im trockenen Teil des Norden Madagaskars.
Unsere botanische Reise wird in Zusammenarbeit mit der botanischen Abteilung der Universität von Antananarivo durchgeführt. Die Artenbestimmung und die Fachlichen Erklärungen werden von einem Botaniker der Uni von Antananarivo übernommen. Die Organisation und Übersetzung übernimmt ein einheimischer deutschsprechender Reiseführer.
Folgende Waldtypen und Landschaften stehen auf dieser Reise als Schwerpunkte auf dem Programm • Bergregenwald von Ranomafana Nationalpark • Didieracaeenwald der Androy-Region bei Berenty. • Die Sandsteinformation des Isalo-Gebirges • Dornenbusch in der Gegend von Toliary • Inselbergvegetation von Ambalavao im Anjaha-Park • Savannelandschaft im Hochland • Trockenwald der Waldstation von Kirindy
Reiseablauf Übernachtung
Abflug in Deutschland 1.Tag
Ankunft in Antananarivo Nach den anfänglichen Formalitäten am Flughafen, Weiterfahrt nach Antsirabe.
Wir werden heute den mittleren Teil des Zentralhochlandes botanisch erkunden. Die Gegend zwischen Antananarivo und Antsirabe ist von einem vulkanischen Merkmal ausgeprägt. Antsirabe ist wegen der gelb blühenden Mimosenart Acacia dealbata Stadt der Mimose genannt. Auf diesem fruchtbaren Boden gedeihen in großer Vielfalt Pflanzen der Familie Solanaceae. In der Nähe von Behenjy werden die Patienten einer traditionellen Krankenstation mit der Solanumart Solanum nidiflorum behandelt. Die Art Solanum macrocarpum werden trotz des bitteren Geschmacks gegessen. Es sollte gut gegen Gicht sein.
Ende März und Anfang April blüht in der Region von Antsirabe die nach dem italienischen Botaniker Durante genannte Art der Familie Verbenaceae Durante erecta. Fast zur gleichen Zeit zeigen sich Windarten der Gattung Ipomea in großer Pracht.
2.Tag Camelia Halbpension
Fahrt nach Ranomafana Aufgrund ihrer feuerresistenten Rinden haben in der Gegend von Ambositra die alten Bäume der Familie Euphorbiaceae, Wolfsmilchgewächs, das chronische Buschfeuer überstanden. Es geht um den endemischen Tapiabaum Uapaca bojeri. An den Tapiabäumen werden Seidenspinnen gezüchtet, aus deren Kokons man Faser zur Herstellung von Seidentüchern bekommt. Als Begleitpflanzen wachsen als Unkraut Kapstachelbeere Physalis peruviana in dieser bergigen Gegend. Bodenorchideen der Gattung Angraecum werden weiterhin in diesem Gebiet von Einheimischen an den Straßen verkauft.
Sobald man die Nationalstraße 7 verlässt und die Richtung Ranomafana einschlägt, ändert sich die Vegetation drastisch. Am Rande des Bergregenwaldes von Ranomafana heben sich die Bäume der Familie Hypericaceae, Johanniskrautgewächs, Harungana madagascariensis als dominante Art hervor. In der Regenzeit lässt sich das endemische Schwarzmundgewächs Dichaetanthera arborea mit seinen auffälligen Lilablüten nicht übersehen.
In der Gegend von Ranomafana wird am Rande menschlicher Siedlung der Enzian Anthocleista madagascariensis angepflanzt. Der Baum dient für das Dorf als Blitzableiter.
3.Tag Setam Lodge Halbpension
Wanderung im Bergregenwald von Ranomafana Der Wald des Nationalparks von Ranomafana gehört zu den schönsten Bergregenwäldern der Welt. Das Wahrzeichen Madagaskars, Baum der Reisenden, Ravenala madagascariensis, empfängt die Besucher am Eingang des Parks.
Durch menschliche Nutzung wird der Baumfarn der Gattung Cyathea immer seltener im Park. Diese Gattung ist mit 33 Arten vertreten, von denen 31 Arten für Madagaskar endemisch sind. Im Gegensatz dazu sieht man fast überall den für den Regenwald typisch epiphytisch Nestfarn Asplenium nidus.
Was die Orchideen anbetrifft, sind die Gattungen Bulbophyllum, Angraecum, Aeranthes, Aerangis et Jumellea stark vertreten. An den Felsen wachsen kleine lilablühende Orchideen der Gattung Cynorkis. Die kleine Chalanchoe-Art Chalanchoe uniflora leistet den oben genannten zierlichen Orchideen an vielen Stellen Gesellschaft.
Die zum Ingwergewächs gehörend aus Malaysia eingeführte Art Aframomum angustifolium hat fast alle Regewaldgebiete Madagaskars erobert. Sie wächst in Ranomafana am Rand des Waldes.
Monimiengewaechse der endemischen Gattung Tambourissa, Weiβgummibaumgewächse der Gattung Canarium, Ficusarten wie Ficus cocculifolia, die endemischen Steineiben Podocarpus madagascariensis, P. rostratus und die nun zu den Malvengewächsen klassifizierte Gattung Dombeya zählen zu der endemischen Flora des Nationalparks.
Die groesste Pflanzenfamilie wird von den Rötegewächsen Rubiaceae repräsentiert. Die Gattungen Coffea, Psychotria, Pyrostria, Saldinia sind im Wald von Ranomafana zu Hause.
4.Tag Setam Lodge Halbpension
Fahrt nach Isalo-Gebirge Im Umkreis von 60 Km werden sich die Landschaften an dem heutigen Tag gravierend ändern.
Sobald man das Regenwaldgebiet von Ranomafana verlässt, tritt man in ein Gebiet ein, das von einem bergigen Relief geprägt ist. Bildung von granitischen Inselbergen ist für diese Region kennzeichnend. Endemische Sukkulenten finden Zuflucht in den trockenen Inselbergen.
Am Fuß der drei imposanten Felsen des Anjaha Parks entwickelt sich eine typische Vegetation, die sich an die trockene Umgebung angepasst hat. Euphorbien der Arten Euphorbia primulifolia, Euphorbia quartziticola finden sich im Park. Typisch für die Gattung Aloe der Region von Ambalavao ist ihre kleinwüchsige Form. Aloe haworthoides, Aloe bellatula finden hier ihr Refugium. Bodenorchideen der Gattung Angraecum wachsen auf den Felsen
Der Tafelberg von Horombe ist der Standort des endemischen Hundsgiftgewächses Pachypodium horombense und der endemischen Aloe-Art Aloe macroclada. Baumliliengewächse der Gattung Xerophyta wachsen an den Granitfelsen entlang der Nationalstraße 7. Das Kreuzkraut ( Greiskraut) Senecio crassissimus und Euphorbia horombensis sind weiterhin zwei üblichen Vertreter der faszinierenden Sukkulentenflora des Horombe-Plateaus
5.Tag Relais de La Reine Halbpension
Die faszinierende Welt des Isalo-Gebirges Über 400 Pflanzenarten gedeihen in dieser eindrucksvollen Sandsteinformation von Isalo.
Auf dem Weg zu dem Piscine Naturelle wachsen das endemische gelbblühende Hundsgiftgewächs Pachypodium rosulatum und die für das Isalo-Gebirge endemische Aloe-Art Aloe isalonsis. Die Gattung Catharantus oder Madagaskar Immergrün wird mit 6 Arten vertreten, die sich in vielen Standorten Madagaskars verbreiten. Die endemische Art Catharantus ovalis ist im Isalo-Gebirge gefunden. Die Art Catharantus roseus wird zum Extrahieren der Alkaloiden Vinblastin und Vincristin angepflanzt, die zur Herstellung von Medikamenten gegen Leukämie eingesetzt werden.
In den Spalten des Sandsteingebirges gedeiht ganz diskret eine endemische zierliche gelbblühende Orchidee Cynorkis flexuosa. Eine interessante sprosssukkulente der Gattung Ceropegia ist im Isalo-Gebirge vorzufinden. Es handelt von der Art Ceropegia dimorpha. Felsige bzw. sonnigen Stellen ist bevorzugter Standort der endemischen Chalanchoe-Art Chalankoe synsepala. Die vegetative Fortpflanzungsform durch die Bildung von Ausläufern ist das Hauptmerkmal dieser Art.
Epiphyten sind kaum vertreten in diesem trockenen Gebiet. Die epiphytische Orchidee Angraecum praestans sitzt auf der Krone kleinerer Bäume. Die andere hier im Isalo-Gebirge vorkommende epiphytische Art ist an ihrer großen Wurzelmasse erkennbar. Die kleinwüchsige Art Lemurella culicifera lebt am Stamm kleiner Bäume.
Üblicherweise sind die Rötegewächse, Rubiaceae, in Regenwäldern anzutreffen. Im Isalo-Gebirge wachsen drei Arten: Vangueria edulis und Vangueria madagascariensis. Die Art edulis sollte über eine medizinische Tugend verfügen. Die Einheimischen essen die Früchte, um Hämorrhoiden zu behandeln. Das letzte Mitglied der Rötegewächse im Isalo-Gebirge ist die Art Paratriaina xerophila.
Eine Kolonie von einer endemischen Palmart bevölkert die Savannelandschaft der Umgebung des Isalo-Gebirges. Es geht um die nach dem preußischen Kanzler Otto von Bismarck genannte Art Bismarckia nobilis oder Bismarckpalme. Aufgrund ihres feuerresistenten Charakters hat diese Fächerpalme Buschfeuer und Brandrodung überlebt.
6.Tag Relais de La Reine Halbpension
Der Dornenbusch von Toliary Die Landschaft auf dieser Strecke erinnert an die Savannelandschaft Afrikas. Der heutige Tag steht unter dem Zeichen der Begegnung mit der Gattung Adansonia. Der französische Botaniker M. Adanson (1727-1806) hat die Gattung der Affenbrotbäume bestimmt. Drei Arten unter den sechs endemischen Baobabarten lassen sich auf dieser Strecke sehen. Es geht um die Arten Adansonia rubrostipa (Adansonia fony), Adansonia za, Adansonia madagascariensis.
Ein eindrucksvoller Dornenbusch geht der Stadt Toliary voran. Das endemische Armleuchtergewächs Alluaudia comosa lassen sich unter den anderen dornigen Sträuchern nicht übersehen.
Der Höhepunkt des heutigen Tages findet im Arboretum von Antsokay statt. Das Projekt Arboretum ist auf einen schweizerischen Hobby Botaniker namens Hermann Petignat zurückzuführen. Um die Pflanzen des Südwestens vor der galoppierenden Degradierung ihres Lebensraumes zu retten, hat der Schweizer auf einer Fläche von 50 Ha einen botanischen Garten für die bedrohten Pflanzen dieser Region angelegt.
Über 900 Sukkulentenarten sind im Garten vertreten. Über 90% darunter sind für Madagaskar endemisch. 100 Euphorbien-, 60 Chalankoe-und über 20 Aloe-Arten sind unter anderem im Park registriert. Eine der seltensten Aloe-Arten Madagaskars Aloe suzannae, von der es nicht mehr als 10 Pflanzen in ganz Madagaskar gibt, sieht man im Arboretum von Antsokay.
Wer sich für die Sukkulentenwelt Madagaskars interessiert, kommt im Arboretum von Antsokay auf seine Kosten.
7.Tag Victory Halbpension
Flug nach Fort Dauphin 8.Tag Le Dauphin Halbpension
Das Dornenland Der Weg ist heute das Ziel. Im Umkreis von 90 Km werden heute drei verschiedene Klimazonen überquert: Eine tropische Zone, eine Übergangszone und eine trockene Zone. Die Region von Fort Dauphin gehört zu der ersten Zone. Die Flora dieser Gegend entspricht der typischen tropischen Flora. Die endemische Goldstielpalm Dypsis lutescens wächst in Hülle und Fülle in der ersten Zone. Wegen Umweltzerstörung kämpft die für Madagaskar endemische Kannenpflanze Nephentes madagascariensis ums Überleben.
Der Nationalpark von Andohaela, am Rande dessen wir fahren, ist durch die endemische Dreieckspalme Dypsis decaryi gekennzeichnet. Dieser Park liegt in der Übergangszone, wo die Flora aus einer Mischung von Palmen und Sukkulenten besteht.
Die dritte Zone findet sich im Gebiet der Dornenwälder. Der Didieracaeenwald der Androy Region ist sowohl aufgrund seiner Erscheinung als auch seiner Zusammensetzung einmalig. Didieraceae, Euphorbien und Chalankoes bilden eine floristische Konstellation, wo der Endemismus fast hundertprozentig beträgt. Elegant steht die große endemische Chalanchoe-Art Chalanchoe beharensis mit seinen dicken und hutartigen Blättern mitten unter den Armleuchtergewächsen und Euphorbien. Mit seinen auffälligen großen roten Blüten ist der Malve der Gattung Megistostegium besonders schön.
9.Tag Berenty Lodge Halbpension
Der Galeriewald und Dornenwald im Laufe des Vormittags gehen wir auf der Exploration der botanischen Welt des Galeriewalds von Berenty. Dieser Wald erstreckt sich entlang des Flusses Mandrare. Dank dieses Flusses gedeihen im Wald große Bäume wie Tamarindenbaum Tamarindus indica. Im Oktober blüht im Galeriewald der Kaperstrauch der Gattung Crateva. Wegen ihrer bemerkenswerten Morphologie ist die Art Maerua filiformis derselben Familie Capparidaceae sehenswert.
An Tonnenbäumen fehlt es in Berenty nicht. Die Gattung Moringa wird in Afrika und Indien vom strauchigen Wuchs vertreten. Morphologisch interessant sind die endemischen madagassischen Tonnenbäume Moringa hildebrantii und Moringa drouhardii.
Im Laufe des Nachmittags findet eine Wanderung im Dornenwald statt, wo das Vegetationsbild von der Pflanzenfamilie Didieraceae dominiert ist. Die Didieraceaen bieten die botanische Besonderheit der hochgradigen interessanten Pflanzenwelt von Berenty. Entdeckt können elf endemische Arten werden, die sich auf vier Gattungen verteilt: Didiera, Decarya, Alluaudia und Alluaudiopsis. Die Flora dieses Dornenwaldes ist überdurchschnittlich endemisch.
Der Dornenwald ist reich an Blattsukkulenten. Drei stammbildenden Aloe-Arten Aloe vaombe, Aloe voatsanda und Aloe divaricata wachsen im Trockenbusch. Im Dornenwald verbreitet sind viele Blattsukkulenten der Gattung Xerosicyos. Diese endemische Gattung der Kürbisgewächse, Cucurbitaceae, ist leicht an ihren runden und dicken kleinen Blättern erkennbar.
An weiteren niedrigliegenden Sukkulenten sind die folgenden endemischen Arten zu erwähnen: Cynanchum antandroy, Stapelianthus cylindrifolia. Beide Arten gehören der Familie der Hundsgiftgewächse Apocynaceae an.
10.Tag Berenty Lodge Halbpension
Flug nach Antananarivo 11.Tag Les Trois Metis Halbpension
Flug nach Morondava
12.Tag Renala Halbpension
Die Baobabs hautnah und der Trockenwald von Kirindy Der heutige Tagesausflug bringt uns an zwei botanisch interessanten Orten: Die Baobabstrasse und den Trockenwald von Kirindy. Heute können wir eine neue Baobabart kennen lernen: Adansonia grandidieri. Leicht erkennbar ist diese Art an ihrer horizontalen Krone. Am Rande der Straße, die zur Baobabstrasse führt, sieht man an vielen Stellen die giftige und zu dem Hundsgiftgewächs gehörende Gattung Cryptostegia.
Kirindy liegt etwa 70 Km nördlich von Morondava. Im Kirindy-Wald sind wir einem typischen Trockenwald. Auf dem sandigen Boden dehnt sich der Trockenwald aus, der aus Ober-Mittel-und Unterschicht besteht. Die Bäume der Oberschicht werden selten mehr als 20 m groß. Sie werfen ihre Blätter in der Trockenzeit ab. Die Mittelschicht ist kaum vertreten. An bestimmten Stellen fehlt sie sogar. Im Gegensatz dazu ist der Trockenwald von Kirindy reich an Gewächsen der Unterschicht. Durchschnittlich beträgt die Gewächsdichte zwischen 4000 bis 8000 Gewächse pro Hektar. Sie sind nicht höher als 5m und nicht dicker als 10 cm. Für die Besucher sind im Wald zwei botanischen Pfaden erschlossen worden.
Aufgrund der überwältigenden Vielfalt, die bei den Bäumen der Oberschicht festzustellen ist, versuchen wir während des heutigen Ausflugs, ein besonderes Augenmerk auf die dort wachsenden großen Bäume zu lenken. Palisander sind Mitglieder der Gattung Dalbergia. In Madagaskar wachsen 40 Palisander-Arten und nur eine Art davon ist nicht endemisch. Die Palisander der Westregion Madagaskars unterscheiden sich von der östlichen Variante durch ihre deutlichere Maserung. Dalbergia purpurescens, Dalbergia greveana, Dalbergia trichocarpa zählen zu den endemischen Palisandern Madagaskars.
Ein ziemlich unbekannter endemischer Baum ist die Art Xyloolaena perrieri. sie gehört zu der für Madagaskar endemischen Familie Sarcolaenaceae, die 58 Arten beinhaltet.
Eine auffällige Morphologie hat die Art Baudouinia madagascariensis. Diesem Baum wird magische Kraft beigemessen. Er wird von den einheimischen Schamanen gegen böse Hexereien verwendet.
Eine große Familie ist das Rautengewächs, Rutaceae. Auf eine endemische Gattung dieser Gruppe ist hinzuweisen. Es geht um die Gattung Cedrelopsis, innerhalb derer sich acht Arten gruppieren. Cedrelopsis grevei ist für ihre medizinische Tugend bekannt. Aus der Rinde und den Blättern dieses Baums kann man Tee gegen Müdigkeit, Rückenschmerzen, Zuckerkrankheit und Rheuma trinken.
Zerstreut im Wald heben sich die Baobabs der Art Adansonia rubrostipa, die anderen Gewächse überragend, majestätisch hervor. Fast das gleiche Aussehen besitzend schleicht sich das endemische Wolfsmilchgewächs Givotia madagascariensis neben die Mutter des Waldes (die lokale Bezeichnung für oder Baobab) ein. Die Gattung Givotia verbreitet sich mit vier Arten in Afrika und Indien.
Eine sehenswerte Begleitpflanze des Trockenwaldes von Kirindy ist das weißblühende Wildvanilla. Die endemische madagassische Vanille Vanilla decaryana kommt im Kirindy-Wald vor. Es geht um eine blattlose Orchideenart, die im September blüht.
13.Tag Renala Halbpension
Tag zur freien Verfügung Am Rande des Kanals von Mosambik steht uns ein ganzer Tag zur Verfügung, um die Eindrücke der Reise zu verarbeiten. Der Sonnenuntergang in dem Teil der Insel ist atemberauschend schön.
14.Tag Renala Halbpension
Flug nach Antananarivo und Heimflug 15.Tag
Ankunft in Deutschland 16.Tag
Lemuren