Tsingys

Die Tsingy von Bemaraha Nationalpark

Der Nationalpark Tsingy von Bemaraha liegt westlich von Madagaskar. Zwischen 150 m und 700 m erheben sich die Kalksteinspitzen in den Himmel, die ein Naturspektakel aus einer sensationellen Landschaftsformation vorführen. Sie ist 1990 von der Unesco als Weltnaturerbe erklärt worden. Mehrere Parzellen des Nationalparks sind für Wanderungen erschlossen. In den kleinen Tsingys, die sich am Fluss von Manambolo ausdehnen, hat man einen Überblick über das Kalkgebiet und die Entstehungsgeschichte der Tsingys. Die kleinen Tsingys stehen unter Wäldern, während die ca. 17 davon entfernten großen Tsingys sich über Wäldern hervorheben. In den großen Tsingys wandert man innerhalb von Schluchten und unterirdischen Höhlen, die durch das Transgression und Regression des Meeres entstanden sind. An den Felsen sind kleine Treppen und Hängebrücke angelegt, um diese eindrucksvollen Kathedralen aus Kalk zu bewundern. Die Touristen werden mit Sicherheitsgürteln ausgerüstet, um an den spitzen Felsenformation mit Sicherheit klettern zu können. Am Ende dieses gesicherten Kletterns wartet ein grandioser Aussichtspunkt mit schönem Panorama über die großen Tsingys. In der Regenzeit (Nov-März) sind die Tsingys unzugänglich. Die Tsingys gelten auch in der einheimischen Überlieferung als Refugium der Urbevölkerung Madagaskars, Vazimbas, die nach dem verlorenen Krieg mit den anderen Bevölkerungsgruppen in diesen messerspitzen Kalksteinspitzen ihre Zuflucht genommen haben. Diese Urbevölkerung heißt Vazimba. Es ist ein von Suahelis abstammendes Wort und bedeutet „ Die Geister“. Vor einigen Jahren durfte man noch ein Vazimba-Grab in dem Parkgebiet besichtigt haben. Wegen skrupelloser Plünderung ist der Zugang zum Grab verboten. Vazimba-Gräbern wird heutzutage noch magische Kraft beigemessen. Sie sind noch mit vielen Fadys verbunden.

Fragen Antworten
Waldtyp Trockenwald
Höhe 150 m – 700 m
Fläche 152 200 Ha
Wanderungsdauer 2 bis 4 Stunden
Schuhe Wanderschuhe
Wanderstock Nein
Regensachen Nein
Mückenschutz Ja
Sonnenschutz Ja
Nachtwanderung Nein

Tierliste für die Tsingys von Bemaraha

Eisvogel: Alcedo vintsoides Elsterdrossel: Copsychus albospecularis; Fettschwanzriesenmausmaki: Cheirogalus medius; Frettkaze: Cryptoprocta ferox; Grauköpfchen: Agapornis cana; Große Vasapapagei: Coracopsis vasa; Hirtenstar: Acridotheres tristis; Hova Lerche: Mirafra hova; Katta: Lemur catta; kleine Vasapapagei: Coracopsis nigra; Kuhreiher: Bubulcus ibis; Madagaskar Seeadler: Haliaetus vociferoides; Madagaskar Sperber: Accipiter madagascariensis; Mausmaki: Microcebus murinus; Mungos: Galidea elegans Nachtschwalbe: aprimulgus madagascariensis; Nektarvogel: Nectarinia notata; Nektarvogel: Nectarinia souimanga; Oustaleti-Chamäleon: Furcifer oustaleti; Plattschwanzgecko: Uroplatus guentheri; Riederfrosch: Heterixalus carbonei Riesenratte: Nesomys lambertoni; Rotstirnmaki: Eulemur rufus; Schildechse: Mabya tandrefana; Schopfcoua: Coua cristata; Schwarzkelchen: Saxicola torquata; Sifaka: Propithecus deckeni; Stahlnektarvogel: Nectarinia notate; Stummelschwanzchamäleon : Brookesia perarmata Teppich-Chamäleon: Furcifer lateralis; Turteltaube: Streptopelia picturata; Warzchamäleon: Furcifer verrocosus; Wachtel: Coturnis coturnix; Westlicher Bambuslemur: Hapalemur occidentalis; Wildkatze: Eupleres goudotii

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